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Geringer Knochenmineralgehalt bei hohem Limo-Konsum

Softdrinks machen Knochen weich

08.12.08 - Jugendliche, die ihren Durst häufig mit Softdrinks löschen, haben im Schnitt weniger mineralhaltige - und damit weniger stabile - Knochen. Das zeigen Daten der DONALD-Studie vom Forschungsinstituts für Kinderernährung (FKE), das der Universität Bonn angegliedert ist.

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Zumindest bei koffeinhaltigen Softdrinks stellten die Wissenschaftler eine direkte Auswirkung auf den Knochenstoffwechsel fest. Foto: stock.xchng

In der DONALD-Studie (DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study) erfassen die Forscher des FEK seit 1985 die Ernährungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen.

Bei 228 der Teilnehmer hatten die Wissenschaftler zudem computertomographisch den Knochenmineralgehalt gemessen. Diese Daten setzten sie nun erstmalig in Bezug zum Softdrink-Konsum.

"Je mehr derartiger Limonaden Jugendliche zu sich nehmen, desto geringer der Mineralgehalt ihrer Knochen", berichtet Studienleiter Prof. Thomas Remer. "Zumindest bei koffeinhaltigen Softdrinks haben wir eine direkte Auswirkung auf den Knochenstoffwechsel festgestellt - worauf genau diese beruht, wissen wir allerdings noch nicht."

Mehr Limo, weniger Protein

Dazu kommt noch ein indirekter Effekt: Wer seinen Durst meist mit Cola, Apfelschorle oder Zitronenlimo stillt, nimmt im Schnitt weniger Protein mit der Nahrung zu sich. Protein ist bei einer ausgewogenen Ernährung wichtig für die Knochenentwicklung. Bislang hatten Forscher den negativen Einfluss der Softdrinks eher darauf zurückgeführt, dass die Limonaden Milch als Getränk ersetzen. "Wir konnten allerdings keinen spezifischen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Knochenmineralgehalt feststellen", betont Erstautor Lars Libuda.

Stattdessen sei ein hoher Softdrink-Konsum wohl eher Ausdruck einer generell unausgewogenen Ernährung. Eine weitere Studie der FKE-Forscher bestätigt das: Wer auf zuckersüße Limonaden steht, bevorzugt demnach eine insgesamt kohlenhydratreichere und proteinärmere Kost.

Osteoporose als Spätfolge

Die Folgen können gravierend sein: "Mit dem, was wir in jungen Jahren essen und trinken, bestimmen wir bis ins hohe Alter die Stabilität unserer Knochen mit", betont Libuda. "Eine gesunde Ernährung in der Jugend ist daher die beste Osteoporose-Vorbeugung."

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Abstract der Originalpublikation

Universität Bonn / fs / Quelle: American Journal of Clinical Nutrition 88 (2008) 1670 - 1677


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Softdrinks
Limonade
Knochen
Osteoporose

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