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    Krämpfe, Erbrechen und Atemnot

    Vorsicht vor Bittermandel und Aprikosenkernen

    22.12.08 - Vor dem maßlosen Verzehr von Bittermandeln und bitteren Aprikosenkernen sollte man sich hüten. Das Landesamt für Lebensmittelsicherheit in Mecklenburg-Vorpommern warnt vor dem Inhaltsstoff Amygdalin, der in Verbindung mit Wasser Blausäure freisetzt.

    Das Landesamt für Lebensmittelsicherheit (LALLF) hat wegen möglicher Gesundheitsgefährdung vor dem Verzehr von Bittermandeln und bitteren Aprikosenkernen gewarnt. "Die Kerne enthalten Amygdalin, welches während des Verdauungsprozesses Blausäure freisetzt", sagte die Chefin der Lebensmittelüberwachung Cornelia Trapp.

    Bereits Anfang Dezember hatte eine Discounterkette bundesweit ein Kaffeegebäck zurückgerufen, nachdem das LALLF einen erhöhten Gehalt dieser Substanz festgestellt hatte. Eine Gesundheitsgefährdung sei nicht auszuschließen, die betroffene Ware sei anschließend aus dem Verkauf genommen worden.

    Pro Tag nur ein bis zwei Aprikosenkerne

    Das LALLF empfahl Verbrauchern, nicht mehr als ein bis zwei bittere Aprikosenkerne pro Tag zu verzehren oder - besser noch - völlig darauf zu verzichten. Von Kindern sei das Produkt fernzuhalten.

    Blausäure (Cyanid) kann Symptome einer akuten Vergiftung, wie Krämpfe, Erbrechen sowie Atemnot hervorrufen und in hohen Dosen sogar zu einer tödlichen Atemlähmung führen. Bei rohen Bittermandeln betrage der Gehalt an Blausäure bis zu 3000 Milligramm pro Kilogramm. So können je nach Körpergewicht bereits etwa 5 bis 10 Bittermandeln bei Kindern zu einer tödlichen Blausäurevergiftung führen.

    Nach Trapps Angaben werden bittere Aprikosenkerne in Naturkostläden, Reformhäusern und über das Internet als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Häufig würden sie auch als alternatives Mittel zur Krebsbehandlung angepriesen. "Diese Aussage ist irreführend, weil die Wirkung wissenschaftlich nicht nachgewiesen ist", sagte Trapp.

    dpa / kc


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    Freitag, 10.07.2009