Inflammation erhöht offenbar kardiovaskuläres Risiko
Höheres Herzrisiko bei Psoriasis
02.01.09 - Psoriasis-Patienten haben nicht nur mit ihrer Dermatose zu kämpfen, sondern auch noch mit einem erhöhten kardiovaskulären Risiko. Darauf sollte in der Therapie eingegangen werden.
Gut belegt, aber wenig beachtet, sei der Zusammenhang zwischen Psoriasis und einem erhöhten kardiovaskulären Risiko schreiben Experten in einem "Editor's Consensus"-Artikel im aktuellen "American Journal of Cardiology". Die Forscher um Dr. Vincent E. Friedewald von der University of Notre Dame (USA) vermuten inflammatorische Prozesse als gemeinsame Ursache.
Doch auch wenn eine genaue Begründung noch aussteht, gäbe es genug Evidenz für klinische Empfehlungen bei Patienten mit Psoriasis, schreiben die Autoren. Sie weisen auf folgende Punkte hin:
- Psoriasis-Patienten sollten gezielt auf kardiovaskuläre Risiken hin untersucht und entsprechend informiert werden.
- Bei Patienten mit leichter Psoriasis empfiehlt sich ein Check, wenn weitere Risikofaktoren wie Übergewicht oder Hypertonie vorliegen
- Bei hohen Cholesterinwerten sollte medikamentös therapiert werden
- Dabei müssen jedoch mögliche Interaktionen mit Medikamenten gegen Psoriasis bedacht werden.
fs / Quelle: American Journal of Cardiology 102 (2008) 1631-1643
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